ReForm-regioWald und ReHa:

Workshop zu Wald und Wild im Wandel

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David Kellerhoff (ReForm-regioWald, rechts im Bild) und Dr. Maximilian Hohm (ReHa, links im Bild) stellen die Perspektiven beider Projekte vor.

Artikelinfo

Foto

David Kellerhoff


Erstellt

16.01.2026


Perspektiven aus ReForm-regioWald und ReHa

Wie kann ein zukunftsfähiges Wildtiermanagement gestaltet werden, das den Herausforderungen von Waldumbau, Klimawandel und gesellschaftlichen Erwartungen gerecht wird? Dieser Frage widmete sich der gemeinsame Workshop der REGULUS-Projekte ReForm-regioWald und ReHa unter dem Titel „Wald und Wild im Wandel – Perspektiven aus ReForm-regioWald und ReHa“, der am 16. Januar 2026 auf dem Campus Soest an der FH Südwestfalen stattfand.

Die Idee für den Workshop entstand aus der thematischen Nähe beider Projekte: Während das ReHa-Projekt jagdliche Fragestellungen und wildbiologische Parameter in den Fokus stellt, untersucht ReForm-regioWald die Äsungsverfügbarkeit, Äsungspräferenzen sowie die Wildtierlenkung durch Daueräsungsflächen. Durch die Zusammenführung beider Ansätze wurde Wildtiermanagement ganzheitlich betrachtet: als Zusammenspiel der drei Säulen Jagd, Lebensraumberuhigung und Lebensraumverbesserung.


Breite Beteiligung aus Praxis und Forschung

Am Workshop nahmen insgesamt 45 Personen teil, davon 33 externe Teilnehmende aus den Akteursgruppen Jagd, Waldbesitz und Forstwirtschaft. Bereits im Vorfeld wurden die Teilnehmenden gebeten, sich - trotz häufig bestehender Doppel- und Mehrfachrollen - ihrer jeweiligen Hauptakteursgruppe zuzuordnen. Diese bewusste Zuordnung bildete eine wichtige Grundlage für den späteren Austausch.

Fachlicher Input aus ReForm-regioWald und ReHa

Der Workshop begann mit einem gemeinsamen Vortragsteil, in dem laufende Arbeiten und erste Erkenntnisse aus beiden Projekten vorgestellt wurden.

Dr. Maximilian Hohm und David Kellerhoff gaben zunächst einen Überblick über Wildwirkungen in Waldökosystemen. Darauf aufbauend stellte David Kellerhoff die Lebensraumanalyse als Grundlage eines waldorientierten Wildtiermanagements sowie die Rolle von Daueräsungsflächen vor. Dr. Maximilian Hohm ergänzte den fachlichen Input um Aspekte zu Wiederbewaldung und Bejagungsstrategien.

Die Beiträge verdeutlichten die unterschiedlichen, sich ergänzenden Perspektiven beider Projekte und dienten als gemeinsame fachliche Ausgangsbasis für den weiteren Austausch.



Workshop: Dialog und Perspektivwechsel

Im anschließenden Workshop stand der strukturierte Dialog zwischen den Akteursgruppen im Mittelpunkt. Nach einer ersten Reflexion in stakeholderhomogenen Gruppen folgte eine gemischte Arbeitsphase, in der bewusst Perspektiven gewechselt und gemeinsam Lösungsansätze entwickelt wurden. Zentrale Gedanken und Ergebnisse wurden festgehalten und dokumentiert.


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Strukturierte Gruppenarbeit: Austausch entlang von Leitfragen und gemeinsame Ergebnis-sicherung auf Postern (Foto: David Kellerhoff)

Zentrale Diskussionspunkte

Auch wenn die detaillierte Auswertung noch aussteht, lassen sich bereits einige übergreifende Themen benennen:


  • allgemeine Kritik aus der Praxis an Forstverwaltung und -beratung
  • die Notwendigkeit angepasster Wildtierbestände
  • die Bedeutung klar definierter wirtschaftlicher Zielsetzungen der Waldbesitzenden
  • Kommunikation, Vertrauen und wissenschaftsbasiertes Monitoring als Voraussetzung für erfolgreiche Umsetzung
  • das gemeinsame Verständnis von waldorientiertem Wildtiermanagement als Gemeinschaftsaufgabe


Der Workshop verdeutlichte die Bedeutung des Zusammenspiels aller Akteursgruppen und lieferte wichtige Impulse für einen konstruktiven Dialog im Wildtiermanagement.

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