REGULUS-Community - Brückenbauer auf ihrem dritten großen Vernetzungstreffen

Gruppenfoto der REGULUS-Community 2026 im HP8 Gasteig München in Halle E

Die REGULUS-Forschenden der 10 Innovationsgruppen in der Halle E des HP8 Gasteigs in München

Artikelinfo

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Ann-Kathrin Erler


Erstellt

17.03.2026


„REGULUS im Dialog – Forschungsergebnisse im Praxistransfer"

...lautete das inhaltliche Motto auf der dritten REGULUS Statuskonferenz.

Am 16., 17. und 18. März 2026 traf sich die REGULUS-Community zu einem dreiteiligen Ereignis rund um die dritte Statuskonferenz des Forschungsverbunds. Den Auftakt machte eine Reallabor-Exkursion auf die Versuchsflächen des Forschungsprojekts LabForest – bevor anschließend über 130 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis, Ministerien und Projektträgern im Gasteig HP8 in München zu zwei produktiven Konferenztagen zusammenkamen.

Reallabor-Exkursion: Wissenschaft zum Anfassen auf den LabForest-Flächen

Rund 60 Teilnehmende erkundeten am Vortag der Statuskonferenz per Busshuttle die Versuchsflächen von LabForest – und erlebten REGULUS-Forschung unmittelbar vor Ort. An vier thematischen Stationen wurden aktuelle Forschungsthemen direkt im Gelände vermittelt:

  • Fernerkundung – Wie Satellitenbilder und Sensordaten Waldbestände sichtbar machen
  • Hydrometeorologie – Wasser im Wald: Messung, Modellierung, Bedeutung
  • Biodiversität – Artenvielfalt als Indikator für Waldgesundheit
  • Waldschutz – Bedrohungen erkennen, Resilienz stärken

In Gruppen von jeweils rund 15 Personen wurden die

Inhalte wissenschaftlich fundiert und zugleich greifbar und praxisnah vermittelt. Die Gesamtmoderation übernahmen Lukas Lehnert und Wolfgang Obermeier; die Stationsrunden leiteten Leah Vogelfänger, Paul Eisenschink, Daniel Svanidze, Tobias Thymian sowie Kolleg*innen der LWF. Das Format der Reallabor-Exkursion steht sinnbildlich für das, wofür REGULUS unter anderem steht: Wissenschaft, die ankommt.

Tag 1: Impulsvortrag, Forschungspräsentationen und Diskussionsinseln

Den Auftakt der eigentlichen Statuskonferenz am 17. März setzte ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Ulrich Schraml (Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, FVA) mit der programmatischen Frage: „Was braucht die Praxis von der Wissenschaft – und wieviel davon?" – eine Einladung zur ehrlichen Reflexion über die

Schnittstelle zwischen Forschung und forstlichem Alltag. Anschließend präsentierten zehn Wissenschaftler*innen in einer frühen Karrierephase ihre aktuellen Forschungsergebnisse – souverän, hochmotiviert und thematisch beeindruckend vielfältig. Die Bandbreite von

REGULUS zeigte sich dabei in ihrer ganzen Stärke. In den Diskussionsinseln vertiefte das Plenum die Inhalte in sechs thematischen Clustern:

  • Waldmanagement & Reallabore
  • Waldwahrnehmung
  • Alles rund ums Holz
  • Fernerkundung
  • Modellierung
  • Forschungsdaten

Lebhafter und konstruktiver Austausch war dabei garantiert.

Tag 2: Postersessions, Posterpitches und Paneldiskussion

Der zweite Konferenztag gehörte der Vielfalt der REGULUS-Forschung: 36 Posterpitches in vier Sessions spiegelten die thematische

Breite des Verbunds eindrucksvoll wider – von KI-gestützter Baumarterkennung über myzelbasierte Biomaterialien bis hin zu Stadtbaum-Bewässerungsstrategien. Die sich anschließenden Diskussionsinseln boten Raum für tiefgehenden wissenschaftlichen Austausch – genau das, wofür REGULUS steht. Den inhaltlichen Abschluss bildete die Paneldiskussion „Vom Labor zum Wald und wieder zurück – Welche Brücken müssen wir bauen?", moderiert von Prof. Dr. Andreas Bolte (Thünen-Institut). Am Podium saßen:

  • Dr. Irene Seling (AGDW – Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände)
  • Dr. Ralf Straußberger (BUND Naturschutz Bayern)
  • Philipp Gloning (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung,
  • Landwirtschaft, Forsten und Tourismus)
  • Rudolf Plochmann (Bayerische Staatsforsten)


Die Diskussion brachte Stimmen aus Politik, Naturschutz, Waldbesitz und Forstpraxis an einen Tisch und machte deutlich: Der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis braucht Dialog – und Brückenbauende auf beiden Seiten.

REGULUS-Posterpreis 2026

Ein besonderes Highlight war die Verleihung des REGULUS-Posterpreises 2026: Gleich drei Poster wurden durch das Publikum

ausgezeichnet:

  • Paul Eisenschink, Wolfgang Obermeier et al. (LabForest) – Employing Remote Sensing
  • Maren Hille & Heidi Döbbeler (ReHa) – Wissenstransfer Regionalstudie Harz – ReHa
  • Korbinian Tartler, Clemens Detsch et al. (A-DUR) – Waldverjüngung im Wandel

Die Preisträger*innen erhielten Urkunden sowie REGULUS-Schneidebretter mit dem treffenden Slogan: „REGULUS – gemeinsam dicke Bretter bohren."

Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden, Vortragenden, Posterautor*innen und das gesamte Organisationsteam, das dieses außergewöhnliche Format möglich gemacht hat!

Aktuelle Termine und weitere Neuigkeiten aus dem REGULUS-Verbund finden Sie stets unter Aktuelles.