Dritte REGULUS-Reallaborvernetzung bei

ReForm-regioWald in Soest und am Möhnesee

Zu Gast auf den Wald-Freiluftlabor-Flächen bei ReForm-regioWald: Praxisnahe Einblicke in die Forschung der regionalen Innovationsgruppe.

Artikelinfo

Lea Ostrowski


Erstellt

04.05.2026

Am 27. und 28. April kamen rund 30 Teilnehmende aus dem REGULUS-Verbund zusammen, um das Forschungsprojekt ReForm-regioWald im Rahmen der dritten Reallaborvernetzung näher kennenzulernen.

Im Mittelpunkt stand dabei der direkte Austausch zwischen den Forscher*innen und Praktiker*innen sowie das gemeinsame Verständnis für die vielfältigen Forschungsansätze innerhalb des Verbundes.

Tag 1: Einblicke in den Reallaboransatz und die Forschungsschwerpunkte

Der Auftakt am Montag an der FH Südwestfalen bot einen umfassenden Überblick über das Projekt und die zentralen Forschungsfelder von ReForm-regioWald.

Die Teilnehmenden erhielten dabei u.a. Einblicke in die Herausforderungen für die Wiederbewaldung, Totholzmanagement, initiale Sukzessionsstadien und die Gesundheit der Waldböden.


Tag 2: Wald-Freiluftlabor am Möhnesee

Bei bestem Wetter ging es am Dienstag in das Wald-Freiluftlabor nahe des Möhnesees im Arnsberger Wald, einem Gebiet, das nicht ohne Grund als „Riviera des Ruhrgebiets" bekannt ist. Hier wurden die Inhalte des Vortages an mehreren thematischen Stationen direkt im Gelände erfahrbar gemacht. Das Team von ReForm-regioWald präsentierte dabei ausgewählte Forschungsthemen praxisnah:

Wiederbewaldungsstrategien: Im Zentrum stand die Frage, wie nach Schadereignissen resiliente, klimaangepasste Wälder entwickelt werden können.

Waldbodengesundheit: "Der Wald braucht Kalk" lautet die Devise. Die pH-Messungen im Sauerland gaben dem Landschaftsnamen alle Ehre. Saure Böden sind ein prägender ökologischer Faktor, dessen Dynamiken für Waldumbaustrategien von großer Relevanz sind.

Totholzmanagement: Die Bedeutung von Totholz für Biodiversität und seine Potenziale im Waldmanagement sowie der Wildtierlenkung wurden auf unterschiedlichen Flächen demonstriert.

Wildmanagement: Das Spannungsfeld zwischen Wildbestandsdichten und erfolg-reicher Waldverjüngung wurde anschaulich vermittelt.

Kulturelle Ökosystemleistungen: Erholung, Ästhetik und die emotionale Verbundenheit der Menschen mit dem Wald werden in dem Projekt unter Einbindung von Akteuren, wie z.B. regionalen Tourismusverbänden und mit innovativen Methoden untersucht.

Modellierung: Aus einer ökonomischen Perspektive wird untersucht, wie Entscheidungsprozesse von Waldbesitzenden in betrieblichen Situationen unterstützt und passende Geschäftsmodelle entwickelt werden können.

Die Teilnehmenden der dritten REGULUS-Reallaborexkursion (Foto: Andy Selter).

Kontinuierlicher Austausch im REGULUS-Verbund

Mit der dritten REGULUS-Reallaborvernetzung setzt sich das Format des projektübergreifenden Austauschs konsequent fort. Solche Treffen, praxisnah, ortsgebunden und in Präsenz, bieten eine besondere Qualität des Austauschs: gemeinsame Wahrnehmung von Forschungsrealitäten, gegenseitiges Lernen und die Weiterentwicklung verbundübergreifender Fragestellungen werden lebendig.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem gesamten Team von ReForm-regioWald für die Gastfreundschaft, die erkenntnisreichen Einblicke und den offenen, kollegialen Austausch. Weitere Informationen zu ReForm-regioWald finden Sie hier.


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